Für die meisten größeren Flughäfen und Flugplätze werden Vorhersagen erstellt. Da die Luftfahrt ein internationales Geschäft darstellt, sollten diese Vorhersagen auch von allen Piloten verstanden werden. Der TAF stellt auch eine relativ sichere Planungsgrundlage für Piloten dar, um zu entscheiden, ob ein Flughafen aus meteorologischer Sicht benutzbar ist oder nicht. TAF ist natürlich eine Abkürzung. Sie steht für Terminal Aerodrome Forecast. Ein TAF oder auch Flughafenwettervorhersage ist seh knapp gehalten und enthält präzise Aussagen über zu erwartende Wettererscheinungen. Die Gültigkeitdauer beträgt für einen Kurztaf 9 Stunden und für einen Langtaf 24 Stunden. Tafs mit einer 9-stündigen Gültigkeit werden alle 3 Stunden erstellt, Taf mit einer 24-stündigen Gültigkeit alle 6 Stunden. Es gibt auch noch TAFs mit einer Gültigkeitsdauer von 18 Stunden.
In einem TAF werden die Wetterelemente Wind, Sicht, Wetter und Wolken in einen verschlüsselten Code vorhergesagt. Teilweise wird auch noch die Temperatur mitvorhergesagt. Des Weiteren enthält jeder TAF den ICAO Location Indicator des Flughafen, z.B. für Frankfurt EDDF und eine Datum-Zeitgruppe. Ändert sich eines der vorhergesagten Wetterelemte signifikant, werden im TAF Änderungsgruppen erstellt. Hält sich das Wetter dann jedoch nicht an diese Vorhersagen kann/muß ein TAF amendiert werden. Dies erkennt ein Pilot dann am Code TAF AMD. Ein TAF kann jedoch nur herausgegeben werden, wenn am Flughafen auch kontinuierlich eine Wetterüberwachung stattfindet und Wettermeldung (METARs) abgesetzt werden. Sollten diese fehlen, muß ein TAF aufgehoben -gecanceled werden.
Ein TAF besteht zunächst einmal aus einem Grundzustand und falls erforderlich diversen Änderungsgruppen, die Abweichungen oder sogar einen neuen Grundzustand anzeigen. Änderungen der Wetterelemente sind aber erst anzugeben, wenn bestimmte Schwellenwerte erreicht, über- oder unterschritten werden. Für Piloten ist zu beachten, daß die vorhergesagten Wetterwerte Mittelwerte darstellen, keine absoluten Angaben sind.
Als Beispiel hier einmal die Schwellenwerte für die Vorhersage der Horizontalsicht. 150 m - 200 m - 350 m - 550 m - 600 m - 800 m - 1500 m - 3000 m - 5000 m. Deutlich zu erkennen, daß es im unteren Bereich wesentlich mehr Schwellenwerte gibt und Sichtänderungen oberhalb von 5000 m nicht mehr vorhergesagt werden. Hier wird deutlich, daß ein Hauptaugenmerk auf der Vorhersage von schlechten Wetterverhältnissen liegt. Dies vor allem vor dem Hintergrund, daß die großen Flughäfen überwiegend IFR angeflogen wird und vor allem bei Nebellagen jeder Meter Sicht eine Landung verhindern kann. Bei den anderen Wetterelementen sind die Schwellenwerte ähnlich gelagert. Da eine Prognose gerade in diesen Bereichen aber sehr schwer ist, können TAFs bei schlechtem Wetter durchaus schon einmal daneben liegen und müssen dann unter Umständen amendiert werden. Leider können auch die rechenstärksten Computer z.B. bei Nebelvorhersagen nur wenig helfen, da ist oft genug noch die Erfahrung eines erfahrenen Wetterforcasters gefragt.